Licht statt WLAN – Li-Fi im Zuckerwürfelformat

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Es ist immer dasselbe: Mal wieder auf der Messe unterwegs und eine Präsentation inklusive einiger Bilder muss unbedingt noch verschickt werden. Nicht nur eingefleischte Road Warrior wissen, dass das nur theoretisch kein Problem ist. Praktisch machen ein wackliger WLAN-Empfang, langsame Datenübertragungsraten und ein schwächelnder Akku die an sich simple Aufgabe zum nervenzerrenden Abenteuer.

Licht als Übertragungsmedium könnte hier in Zukunft vieles leichter machen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS haben einen Transceiver für die optische drahtlose Kommunikation entwickelt – und dabei in den vergangenen Monaten große Fortschritte erzielt. Seit Ende vergangenen Jahres ist es gelungen, die Datenübertragungsrate von 5 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) auf 10 Gbit/s zu verdoppeln. Dafür entwickelte das Team um Dr. Frank Deicke einen Transceiver, der gerade einmal so groß ist wie ein Zuckerwürfel und die Daten via Infrarot überträgt.

Ziel ist, optische drahtlose Datenübertragung zu einer echten Alternative zum kabelgebundenen Datentransfer zu machen, ebenso wie zu etablierten Standards wie USB3.0, USB3.1, Gigabit-Ethernet oder 10-Gigabit-Ethernet.

Dafür spricht nicht nur der – im Vergleich zu bekannten Funktechnologien wie Bluetooth oder WLAN – wesentlich höhere Datendurchsatz. Hinzu kommen extrem niedrige Bitfehlerraten und der geringe Energieverbrauch. Ein Riesenplus gerade für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets.

Sollte sich der Akku dieser Geräte während Ihres Messebesuchs also wieder mal dem Ende neigen, das WLAN schwächeln und Sie überhaupt eine interessante Pause mit Technologien der Zukunft brauchen – wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle A4 am Stand 113.

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Optische drahtlose Datenübertragung zwischen Mobilgerät und PC/Laptop. Copyright: Fraunhofer IPMS