Autos als „private“ Roboter

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Nach einer soeben veröffentlichten Studie von Gartner sollen selbstfahrende Fahrzeuge die ersten weit verbreitenden „Personal Roboter“ sein. Und das viel eher und realer, als die meisten Personen und Unternehmen vermuten.

Schon innerhalb der nächsten sechs Jahre könnten Automobile auftauchen, die erstmals wahrnehmen, interpretieren, entscheiden und handeln. Und bis 2030 sollen vollkommen selbstfahrende Fahrzeuge etwa ein Viertel aller Personenfahrzeuge ausmachen. Grosse Neuerungen werden danach in dem „reifen“ Markt nicht mehr zu erwarten sein.

Im Gartner „Hype Cycle 2014“ rangieren „selbstfahrende Autos“ knapp hinter dem Internet der Dinge.
Im Gartner „Hype Cycle 2014“ rangieren „selbstfahrende Fahrzeuge“ knapp hinter dem Internet der Dinge.

Das Wichtigste an dieser Entwicklung ist allerdings nicht eine Ansammlung von Hardware, Software und Datenkommunikation, sondern die durchgreifenden Veränderungen im persönlichen und sozialen Bereich sowie vollkommen neue Businessmodelle in vielen unterschiedlichen Industrien. Diese Marktchancen sind es dann auch, die Branchenführer und Newcomer gleichermaßen motivieren, ihre F+E-Aktivitäten auszuweiten und so über die nächsten zwei Jahrzehnte für einen erheblichen Technologiefortschritt zu sorgen.

Geisterfahrer in England

Die Evolution vom automatisierten Fahren mit Unfallvermeidung oder selbständigen Verkehrsflussregelung hin zum tatsächlich autonom fahrenden Automobil ist bereits im Gange. So sollen in Großbritannien ab Januar 2015 solche Autos auf öffentlichen Straßen unterwegs sein. Überarbeitete Verkehrsgesetz lassen dann zumindest Probefahrten zu. Getestet werden sowohl Autos ohne Fahrer als auch selbstfahrende Fahrzeuge, bei denen ein Fahrer im Notfall ins Geschehen eingreifen kann.

Auch in den USA sind „Selbstfahrer“ unterwegs. Das Google-Auto soll in etwa sechs Jahren auf den Markt kommen, wie Chris Urmson, Projektleiter bei Google, unlängst dem Wall Street Journal erzählte. Und seit kurzem mischt auch Baidu – das Google Chinas – mit. Anders als bei Google wollen die chinesischen „Autonomen“ nicht ganz auf das Lenkrad verzichten.

Autonom oder ohne

Nach einer Gartner-Umfrage wären fast 40% amerikanische und deutsche Fahrzeugbesitzer beim nächsten Autokauf an ganz- oder teilautonomen Automobilen interessiert. Dabei würden viele auch auf ihr eigenes Gefährt verzichten, um bei Bedarf Zugriff auf ein selbstfahrendes Automobil zu haben.

Bis dahin müssen aber noch zahlreiche Hemmnisse, wie etwa auch gesetzliche Vorschriften aus dem Weg geräumt werden. Allerdings erwartet Gartner schon für 2016, dass drei Unternehmen konkrete Pläne für die Einführung von Fahrzeugen mit „autonomen“ Technologien vorstellen werden.

 

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Das einzigartigen 3-Säulen-Konzept der Messe besteht aus der

Ausstellung in Halle A6,
dem automotive Forum in Halle A6 und der
electronica automotive conference am Montag 10.11.2014 im ICM (Internationales Congress Center).

Rinspeed AG Reisen der Zukunft

Die Zukunft des autonomen Fahrens: Nicht mal fliegen ist schöner. (Bild Rinspeed AG, Schweiz)