No more Moore?

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„In zehn Jahren werden wir 65.000 Transistoren auf einem Chip haben,“ das sagte Gordon Moore 1965. Jetzt genau 50 Jahre später finden auf kleinster Fläche über eine Milliarde Transistoren Platz. Und erfüllen so immer noch Moore’s Law.

Und damit soll erst einmal nicht Schluss sein. Denn bis mindestens 2020 wird nach Meinung vieler Experten das sogenannte „Moore’sche Gesetz“ seine Gültigkeit behalten. Ein Gesetz, das kein wissenschaftliches Naturgesetz, sondern eigentlich eine Gesetzmäßigkeit ist. Dafür aber die bekannteste in der Hightech-Branche, mit riesigen Auswirkungen auf unseren Alltag.

Denn ohne die jahrzehntelange Erfüllung der Moore’schen Prognose wäre der Siegeszug des Personal Computers und auch die heutige mobile Revolution kaum möglich gewesen. Das konnte am 19. April 1965 noch niemand ahnen. An diesem Tag erschien im amerikanischen Branchenmagazin „Electronics“ ein Fachartikel vom Chemiker, Physiker und späteren Intel-Mitbegründer Gordon Moore, mit dem Titel „Cramming More Components onto Integrated Circuits“.

Dieser begann mit dem Satz: „Während die Stückkosten fallen, wenn die Zahl der Komponenten pro Schaltkreis steigt, könnte es 1975 ökonomisch Sinn machen, bis zu 65.000 Komponenten auf einen einzigen Silizium-Chip zu quetschen.“ Weiter hieß es: „Die Komplexität für Chips mit minimalen Herstellungskosten wächst etwa um den Faktor zwei pro Jahr.“

1975 änderte Moore seinen Beobachtungszeitraum auf  zwei Jahre. Bekannt geworden ist dann Intels Auslegung von Moore’s Law, nach der sich die Performance von Chips alle 18 Monate verdoppelt. Zum Gesetz erhoben wurde es übrigens erst durch Carver Mead, einem Kollegen Moores. Er prägte fünf Jahre nach dem Moor’schen Fachartikel den Ausdruck „Moore’s Law“.

Moore’s Law und kein Ende?

Schon seit 25 Jahre wird über das Ende von „Moore’s Law“ spekuliert. Moore selbst meinte dazu: „Nichts Exponentielles dauert ewig, aber Ewigkeit kann man verschieben“. Aber auch nicht ewig. Denn die Chips werden zwar immer noch kleiner und billiger, stoßen aber langsam an physikalische Grenzen. Auch macht die exponentielle Entwicklung eine weitere Miniaturisierung irgendwann unwirtschaftlich. Doch bis es so weit ist, treibt die Gesetzmäßigkeit von Moore die Chip-Industrie vor sich her. Oder aber die Chip-Industrie versucht das „Gesetz“ so lange wie möglich am Leben zu erhalten.

 

 

Moore's Law

Schon seit 25 Jahre wird über das Ende von „Moore’s Law“ spekuliert: Moore selbst meinte dazu: „Nichts Exponentielles dauert ewig, aber Ewigkeit kann man verschieben“. (Bild: Intel).