Smart Home begegnet Smart Car

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Beim Thema Hausbau ist Smart Home längst in aller Mund. Kein Wunder, denn ständig werden neue Technologien enthüllt, die das Smart Home noch komfortabler, noch sparsamer und noch eindrucksvoller machen sollen. Nun hat die Branche auch die Verbindung zum Smart Car erkannt, und nicht nur Automobilhersteller drängen jetzt auf den neuen Wachstumsmarkt.

Anfang des Jahres zeigten die Deutsche Telekom und der Autohersteller BMW, wie sie sich das Connected Car der Zukunft vorstellen. Mittels der Smart-Home-App von Quivicon demonstrierten beide Firmen im neuen Elektroauto BMW i3 die Verbindung von Smart Home und Smart Car. In Zukunft sollen Nutzer mit Hilfe der App vom Auto aus auf verschiedene Funktionen im Smart Home zugreifen können. Die Steuerung der Rollläden, Heizung und Licht kann dann von unterwegs erfolgen. Noch während sich die Bewohner auf dem Heimweg befinden, kann die App auch ohne direkten Befehl die Heiztemperatur im Haus erhöhen oder veranlassen, dass sich die Badewanne mit heißem Wasser füllt.

App als Schnittstelle zwischen Smart Home und Smart Car
Über Energieversorger bis hin zum Hersteller beteiligen sich zahlreiche Unternehmen an der gemeinsamen Entwicklung von Quivivon. Neben Samsung, Miele und Phillips gehören auch Vattenfall und Kärcher der Initiative an. Partner des B2B-Programms sollen dabei auf bestehende Hard- und Softwareangebote zurückgreifen, um dann eigene Smart Home Produkte auf den Markt zu bringen. Demnach richtet sich Quivicon nicht in erster Linie an Endkunden Die Verschmelzung des Smart Car mit dem Smart Home über Quivicon schneit also nur allzu konsequent, auch weil die Konkurrenz nicht schläft.

Hyundai bietet als erster Autohersteller serienmäßig Android an
Internetgigant Google forciert mit seinem Betriebssystem im Smart Car Bereich den größten Marktanteil zu besitzen. Als erster Autohersteller bietet Hyundai das Betriebssystem Android serienmäßig in seinen Fahrzeugen an. Die Chancen für Google stehen gut. Da es sich um das gleiche Betriebssystem wie auf über 80 Prozent aller Smartphones weltweit handelt, besitzt das kalifornische Unternehmen gute Startbedingungen für Vernetzung von Smart Home und Smart Car. Erst im vergangenen Jahr kaufte US-Riese das Automatisierungsunternehmen Nest Lab, das an einem selbst lernenden Raumthermostat arbeitet. Laut Nest Lab sollen sich die „intelligenten“ Thermostate der Außentemperatur und an die Gewohnheiten der Bewohner anpassen.

Das Auto steht vor einer neuen Ära der Digitalisierung
Wo habe ich das Auto geparkt? Wie weit komme ich noch mit der Tankfüllung? Und wie viel Strom produziert gerade meine Solaranlage zu Hause? All diese Fragen können in Zukunft mittels des Smartphone beantwortet werden, da dieses sowohl mit dem Smart Home als auch mit dem Smart Car in ständiger Verbindung steht. Wie praktisch wäre es doch, wenn das Auto den nächsten Werkstatttermin für die Durchsicht selber organisiert. Anhand der Daten aus dem Terminkalender sucht es ein passendes Zeitfenster aus und organisiert auf Wunsch auch gleich einen Leihwagen.
Handelt es sich um ein Elektroauto, kann das Smart Home den Ladezustand des Autos überwachen. Dem Besitzer kann es dann mitteilen, wann das Aufladen der Akkus zuhause am günstigsten ist, beispielsweise wenn die Solaranlage ihre volle Leistung erzeugt. Smart Car und Smart Home verschmelzen damit zu einem umfassenden „intelligenten“ System miteinander.

www.qivicon.com

http://www.haus-xxl.de

*Bildrechte: ©acceleration (Nikos Koutoulas / Flickr, CC BY 2.0)

Auto.

Sich auf dem Heimweg keine Gedanken über ein zu kaltes Zuhause machen müssen – schon heute möglich. ©acceleration (Nikos Koutoulas / Flickr, CC BY 2.0)*