Blechbüchsenarmee roll!

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Science-Fiction-Filme ohne Roboter sind schwer vorstellbar. Das trifft zunehmend auch auf Fabrikhallen zu, wo die Faszination für künstliche Menschen natürlich von wirtschaftlichen Erwägungen gespeist wird. Mit zum Teil erheblichen Auswirkungen für die Arbeitswelt von morgen.

Ob Industrieroboter, Serviceroboter oder der staubsaugende Roboter-Diskus für den privaten Gebrauch – kein Bereich der Robotik, der weltweit letztes Jahr nicht deutlich zugelegt hätte. Dies zeigen die Ergebnisse des Jahrbuchs „World Robotics 2015“, das kürzlich von der „International Federation of Robotics“ zusammen mit dem Fraunhofer IPA vorgestellt wurde.

Eine besondere Vorliebe für die erschöpfungsfreien Arbeitskräfte zeigten Unternehmen aus dem Reich der Mitte. Die staatlich befohlene, sprunghafte Automatisierung zog eine nicht weniger rasche Verbreitung von Robotern nach sich. Allein 2014 stieg die Zahl der verkauften Industrieroboter um 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit ist China der größte und am schnellsten wachsende Robotermarkt weltweit.

Danach folgen Japan, USA, Südkorea und Deutschland. Zusammen mit China sollen sie bis 2018 etwa 400 000 Industrieroboter beschäftigen. Das sind 70 Prozent aller prognostizierten Verkäufe – nahezu eine Verdopplung im Vergleich zu 2014. Der Grund ist leicht zu erraten: Globaler Wettbewerb. Was sonst. Die Automatisierung des Automobilsektors und der Elektro- und Elektronikindustrie stehen dabei mit einem Marktanteil von zusammen 64 Prozent an der Spitze.

Deutschland – das Land der Roboter

In Europa hat Deutschland mit großem Abstand die Nase vorne. Innerhalb des Jahres 2014 stiegen die Verkaufszahlen um 10 Prozent auf rund 20 100 Einheiten. Trotz der mittlerweile beachtlichen Roboterdichte ist der weltweit fünftgrößte Robotermarkt auf Expansionskurs. Dafür sorgt in der Hauptsache die Automobilindustrie. Die digitale Transformations- und Automatisierungswelle lässt die Industrieroboter bis 2018 nicht stillstehen.

Und nachdem die Roboter die Käfige verlassen haben und sich zunehmend vom Einzelkämpfer zum Teamplayer wandeln, erschließen sich völlig neue Anwendungen. Und das über alle Branchen hinweg. Für kleinere und mittelständische Unternehmen ebenso wie für große Konzerne.


Robotik auf der productronica 2015

Wer das spannende Thema live erleben will, hat nächste Woche die beste Gelegenheit.

Die productronica in München hat dieses Jahr vom 10. bis 13. November erstmals die Robotik in das Messeprogramm aufgenommen. Schließlich weist gerade die Elektronikfertigung für die Branche ein großes Potenzial auf. Also verpassen Sie die Chance nicht, Ihre zukünftigen Arbeitskollegen kennen zu lernen.

Das Fraunhofer IPA können sie bei der Gelegenheit auch besuchen: Halle B3 Stand 217

 

 

 

Roboter (Bild: Fraunhofer IPA).

Sichere, flexible und intuitiv bedienbare Robotersysteme für die Mensch-Roboter- Kooperation erschließen völlig neue Anwendungen. (Bild: Fraunhofer IPA).