Apples außergewöhnlicher Recycling-Roboter

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In defekten iPhones schlummern eine Menge Schätze. Apples neuer Tranchier-Besteck „Liam“ sorgt dafür, dass sie in Zukunft gehoben werden.

Der letzte Apple-Event wäre so spannend nicht gewesen, hätte nicht ein neuer Roboter das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Nicht irgendein Roboter natürlich, schließlich kommt er von Apple. Mit seinen 29 Armen zerlegt er ein iPhone in nur 11 Sekunden. Das macht 1,2 Millionen Geräte im Jahr. „Liam“ – der irische Wilhelm – löst damit ein Problem der Unterhaltungselektronik. Landen doch bislang die meisten defekten Geräte mit all ihren verborgenen Kostbarkeiten im Müll.

Und das sind nicht wenige: Silber und Platin auf der Hauptplatine, Kobalt und Lithium in der Batterie oder Gold und Kupfer in der Kamera. Herkömmliche Methoden wie etwa das Schreddern ignorieren diese Schätze. Außerdem lassen sich iPhone-Komponenten wie etwa SIM-Karten-Halter auch wieder verwenden.

Immerhin drei Jahre wurde bislang in Cupertino an dem Recycling-Roboter „Liam“ entwickelt. Dabei sperren sich iPhones dem Zugriff des Roboters nicht so verbissen wie etwa das aktuelle Samsung Galaxy S7. Das stellte selbst die Reparatur-Experten von iFixIt vor fast unlösbare Probleme.

Liam ist nicht Apples einziges „grünes“ Projekt. So kommen die Geräte in einer Verpackung aus recyceltem Papier. Und der Energiebedarf des Konzern wird schon zu 93 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt. In zwei Jahren sollen es dann 100 Prozent sein.

Liam Recycling-Roboter (Bild: Apple)

Apples Entwicklungsprojekt „Liam“ zerlegt mit seinen 29 Armen defekte iPhones in ihre Einzelteile. (Bild: Apple)