Transportdrohnen mit Bodenhaftung

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2016 soll das Jahr der Consumer-Drohnen werden. Daneben machen sich die Flugroboter zunehmend auch als Transporter nützlich. Eine besonders energiesparende Variante „rollt“ jetzt lieber zum Ziel. Geflogen wird nur, wenn unbedingt nötig.

Bis autonome Flug-Drohnen Amazon’s Pakete vor unserer Tür absetzen, werden noch einige Tage ins Land gehen. Neben ihrem hohen Energiebedarf halten sie vor allem rechtliche Gründe noch am Boden fest. Außergewöhnliche Transportdrohnen des Fraunhofer IML pflegen deshalb ihre Erdverbundenheit. Nur wenn es unumgänglich ist, steigen sie kurz in die Lüfte, etwa um Hindernissen auszuweichen. Damit sind sie deutlich energieeffizienter als „Nur-Flieger“ und können zudem gefahrlos mit Menschen zusammen arbeiten. Das prädestiniert sie für logistische Aufgaben im inner- wie außerbetrieblichen Transport.

Transportdrohnen mit Schwarmintelligenz

Um beide Fortbewegungsarten unter einen Hut zu bekommen, machen 3D-gedruckte umlaufende Streben die Drohnen zu fliegenden und rollenden Bällen. Die erledigen ihre Jobs vollkommen autonom und organisieren sich bei Bedarf auch im Schwarm. Das runde Gehäuse schützt dabei Mitarbeiter und Rotoren gleichermaßen.

Mit seinen 1.500 Gramm soll der neue Flugball zunächst innerbetriebliche Transportaufgaben bis zu einem Gewicht von 700 Gramm erledigen. Kleine Flugeinlagen unterbrechen das energiesparende Rollen nur, wenn Höhenunterschiede zu überbrücken, Hindernisse zu überwinden und hohe Regalebenen zu erreichen sind. Abwärtsbewegungen kann die Drohne auch „schwerkraftgetrieben“ auf Schienen bewältigen.

Der „rollende“ Ansatz ist deutlich flexibler und skalierbarer, als bisherige Lösungen wie Rohrpost oder vergleichbare Fördertechnik. Darüber hinaus sind die neuen Transportdrohnen wartungsärmer, und ihr geringes Gewicht sowie der schützende Käfig gewährleisten einen sicheren Prozessablauf.

Transportdrohnen (Bild: Fraunhofer IML)

Die neuen Transportdrohnen fliegen nur, wenn es unbedingt nötig ist. (Bild: Fraunhofer IML).