Industrieroboter in Feierlaune

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Bei den Roboterherstellern knallen die Kronkorken. Eine neue Generation von günstigen Leichtbaurobotern sorgt für einen wahren Boom in mittelständischen Betrieben. Wer mitfeiern will, kommt vom 21.-24. Juni zur AUTOMATICA nach München.

Roboter sind spätestens seit dem „chinesischen“ Interesse am Augsburger Roboterhersteller Kuka auch in der Tagesschau angekommen. Die Bundesregierung sieht darin den Ausverkauf deutscher Hochtechnologie. Für Kuka allerdings bietet sich durch die Milliardenschwere Avance von Midea – bislang hochautomatisierter Hersteller von Reiskochern, Haartrocknern und Klimaanlagen – die Chance weltweit zum führenden Roboterhersteller aufzusteigen. Ist doch das Reich der Mitte bereits heute der größte Markt für Industrieroboter.

Nach Zahlen des Weltroboterverbandes (IFR) baute man dort 2015 seine Spitzenposition auf nun rund 66.000 Einheiten weiter aus – ein Wachstum von 16 Prozent. Europa steigerte sich im gleichen Zeitraum um 9 Prozent auf knapp 50.000 Einheiten. Weltweit wurde letztes Jahr erstmals die Marke von 240.000 Einheiten übersprungen – 8 Prozent mehr als 2014. Und bis 2018 sieht der Weltroboterverband 1,3 Millionen Industrieroboter in den Fabrikhallen werkeln – mehr als jeder dritte in China.

Die einarmigen Kameraden

Mit Abstand die größte Gruppe bei den verkauften Robotertypen sind Knickarmroboter. Sie beweisen ihre Vielfältigkeit seit einiger Zeit auch medienwirksam durch „Artenfremde“ Betätigungen. So kann man wahrscheinlich die Hightech-Werkzeuge auch bald am Oktoberfest im Bierausschank bewundern. Die Roboter von Kuka und ABB haben immerhin die Königsdisziplin „Weißbiereinschenken“ schon mit Bravour gelöst. Fehlt nur noch die Lederhose.

Kleine Industrieroboter für kleine Bauteile

Noch kommt aber im Zeitalter von Industrie 4.0 die stärkste Nachfrage aus der Automobilbranche. Automatisierung gewinnt jedoch über alle Branchen und Märkte hinweg an Bedeutung. So zielt etwa Kuka mit KR 3 AGILUS – dem neuesten Mitglied seiner Kleinroboterfamilie – auf den Elektroniksektor. Hier beschleunigen sich Entwicklungszeiten, die Zahl neuer Produkte steigt und Lebenszyklen verkürzen sich. Flexibilität ist also angesagt.

Besonders mittelständischen Betriebe profitieren von den neuen kollaborierende Robotern. Sie können ihre Fertigung auf technischem Spitzenniveau kostensparend automatisieren und ihre Wettbewerbsposition sichern. So ergab denn auch die AUTOMATICA Trend Umfrage 2016 (PDF), dass über 80 Prozent der Industrie-Manager einen Roboterboom im deutschen Mittelstand prognostizieren.

Neue Kollegen auf der AUTOMATICA

Wenn Sie auf der Suche nach neuen Roboterkollegen sind, besuchen Sie die AUTOMATICA vom 21.06.-24.06 in München. Hier haben Sie die einmalige Möglichkeit, die Konzepte und Lösungsansätze aller namhaften Roboterhersteller im direkten Vergleich zu sehen. Und vielleicht können sie bei dem einen oder anderen Aussteller ihrem zukünftigen, einarmigen Stahlkollegen zuprosten.

Kuka Leichtbauroboter

Kollege Leichtbauroboter bei der Feierabendbeschäftigung. (Bild: Kuka/Paulaner Werbung).