electronica 2016: Mit MEMS die Welt vermessen

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Ohne Sensoren kein Internet der Dinge. Und ohne MEMS keine Sensoren für nahezu jede denkbare Anwendung. Auf der electronica 2016 sind sie alle zu bewundern.

Die ersten MEMS-Sensoren (Mikroelektromechanische Systeme) tauchten in höheren Stückzahlen in den 1980er Jahren in der Automobilelektronik als Herzstück des „Elektronischen Stabilitäts-Programms“ (ESP) von Bosch auf. Mittlerweile kann man sich fragen, wo sie nicht drinstecken. Die besondere Bedeutung dieser Querschnittstechnologie liegt gerade in der enormen Bandbreite ihres Anwendungsspektrums. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie auch auf der diesjährigen electronica eine Hauptrolle spielen. Und das vermehrt in der Halle A5.

So ist mit Bosch Sensoretec (Halle A5/Stand 106) der MEMS-Weltmarktführer im Bereich Consumer-Elektronik auf der Messe. Am gleichen Stand zeigt die „Mutter“ welche elektromechanischen „Winzlinge“ mittlerweile in Fahrzeugen stecken.

Nicht weit entfernt demonstriert STMicroelectronics (Halle A5/Stand 159) an einigen Beispielen wie Sensoren die Welt sicherer, effizienter und bequemer machen.

Der Apple-Lieferant SiTime (Halle A5/Stand 278) zeigt, wie der Name vermuten läßt, mit seinen MEMS-Oszillatoren was die Mikrosekunde geschlagen hat. Ganz in der Nähe stellt der direkte Konkurrent Microchip (Halle A4/Stand 578) mit dem DSC6000 den kleinsten MEMS-MHz-Oszillator mit dem geringsten Stromverbrauch vor.

Ein Pionier in Sachen MEMS-Mikrophone und -Lautsprecher erwartet Sie bei Knowles (Halle A5/Stand 516).

Auch schon lange im MEMS-Geschäft ist Analog Devices (Halle A4/Stand 141). Vor 25 Jahren lieferte das Unternehmen mit dem Beschleunigungssensor ADXL50 den weltweit ersten monolithischen Sensor zum Erkennen eines Autounfalls.

Wenn man schon einmal in der Halle 4 ist, sollte man einen Abstecher zum Fraunhofer IPMS (Halle A4 Stand 113) machen. Da liefert ein MEMS-Gitter-Spektrometer für die Hosentasche detaillierte Informationen zu Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen durch Analyse des Lichts im nahen Infrarotbereich (950 nm-1900 nm).

Bei den Demonstrationen von Murata (Halle B5/Stand 107 und Halle A2/Stand 547) geht es um MEMS-Sensoren für den Healthcare-Bereich, Industrie- und Automotive-Applikationen und IoT-Konnektivität.

Das AMA Kompetenzzentrum für Sensorik und Messtechnik (Gemeinschaftsstand Halle B1) deckt mit einer ganzen Reihe von Ausstellern nahezu alle Abnehmersegmente und Anwenderbranchen ab.

 

MEMS Bosch

Der hohe Grad der Miniaturisierung von IoT-Sensor-Knoten kommt den Winzligen entgegen. (Bild: Bosch).