electronica 2016: Drahtlos ohne Funk

| |
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

Der drahtlosen Vernetzung von Geräten in der industriellen Fertigung begegnet man an vielen Ecken der diesjährigen electronica. Einmalig ist jedoch eine Lösung, die ganz ohne Funk auskommt.

In den „schlauen“ Fabriken von morgen kommunizieren immer mehr Sensoren, Maschinen, Steuer- und Regeleinheiten miteinander. Da fallen hohe Datenmengen an, die übertragen werden wollen. Und das „zeitkritisch“ mit Datenübertragungszyklen von unter einer Millisekunde. Dazu gestaltet ist das Verlegen von Signalleitungen bei beweglichen oder bewegten Anlageteilen wie zum Beispiel Greifarmen von der Sensorik oder Aktorik zur Steuereinheit oft sehr aufwändig oder gar unmöglich.

Genau hier kommt das LiFi-Kommunikationsmodul „GigaDock“ des Fraunhofer IPMS (Halle A4 Stand 113) ins Spiel. Es nutzt das weltweit frei von Regulierungen verfügbare Spektrum des Lichts mit Bandbreiten bis 12,5 Gigabit pro Sekunde – 10 Mal schneller als WLAN, Bluetooth oder ZigBee.

Die treiberlosen Sende-/Empfangsmodule vereinen einen optischen Transceiver und einen Protokoll-Controller mit einer Gigabit-Ethernet-Schnittstelle und lassen sich so leicht mit industrieüblichen Systemen kombinieren.

 

Wenn Sie schon mal bei Fraunhofer sind – am gleichen Stand beim Fraunhofer FEP (Halle A4/Stand 113) gibt es ein sehr helles und trotzdem stromsparendes Display für Datenbrillen zu bestaunen. Und stromsparend ist dabei fast untertrieben. Mit 2-3 mW Leistungsaufnahme benötigt man etwa ein Hundertstel herkömmlicher Lösungen.

 

Infrarotdatenübertragung (Bild: Fraunhofer IPMS)

Freie Frequenzen werden knapp, sichtbares Licht öffnet da einen riesigen unregulierten Bereich für zusätzlicher Wellenlängen. (Bild: Fraunhofer IPMS).