IT-Stellenmarkt 2017: Software überholt Hardware

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Software-Entwickler sind die Nadeln im aktuellen Heuhaufen. Das zeigt der neue DEKRA Arbeitsmarkt-Report. Maschinenbau- und Elektroingenieure werden dagegen weniger nachgefragt.

Im zehnten Jahr des DEKRA Arbeitsmarkt-Reports herrscht vorwiegend Optimismus. Die Arbeitslosigkeit ist so gering wie seit der Wiedervereinigung nicht und die Konjunkturerwartungen lassen auf Gutes hoffen. Und wer einen Job sucht, der kann in vielen Berufen aus einem reichhaltigem Angebot wählen. Ganz zum Leidwesen der Recruiter.

DEKRA IT-Stellenmarkt
Kraftfahrzeugmechatroniker in den Top-10. (Bild: DEKRA).

Fast drei von zehn Vakanzen der Stichprobe entfallen auf die Top-Ten-Berufe. Dabei nehmen Wirtschaftswissenschaftler erstmals die Pole-Position ein. Ganz neu im Ranking sind Kraftfahrzeugmechatroniker. Seit 2014 erfreuen sich die Profis für mechanische und elektronische Bauteile in Fahrzeugen einer steigenden Nachfrage. Ganz vorne im Ranking finden sich seit Erhebungsbeginn auch Elektroingenieure und Software-Entwickler. Eine Auswertung aller DEKRA Reports zeigt, dass die Engpässe der momentan händeringend gesuchten Fachkräfte nicht erst gestern entstanden sind. Vielmehr zeichneten sie sich bereits vor Jahren ab.

IT-Stellenmarkt wächst weiter

DEKRA IT-Stellenmarkt 2017
Trotz leichten Rückgängen bei den offenen Stellen werden Elektro- und Verfahrensingenieure am häufigsten gesucht. (Bild: DEKRA).

Der Bedarf an IT-Experten ist ungebrochen. Und daran wird sich mit Blick auf die aktuellen Technologietrends auch nichts ändern. Ihr relativer Anteil am Berufsfeld „Entwicklung“ steigt tendenziell seit Erhebungsbeginn. Aktuell richtet sich hier fast jedes zweite Stellenangebot an IT-Fachkräfte. Zum Vergleich: 2008 waren es 31,7 Prozent. Auf die Gesamtstichprobe bezogen haben IT-Berufe damit nun erstmals die Zehn-Prozent-Hürde genommen. Dabei stehen Software-Entwickler ganz oben auf der Wunschliste der Unternehmen.

Ingenieure und Naturwissenschaftler, die ebenfalls zum Berufsfeld „Entwicklung“ gehören, sind im Vergleich der Tätigkeitsfelder hingegen zurückgefallen. Vor allem für Maschinenbau- und Elektroingenieure wartet der IT-Stellenmarkt mit weniger Jobangeboten auf. Unter Umständen ist das steigenden Absolventenzahlen in den klassischen Ingenieurdisziplinen geschuldet. Auch versuchen Arbeitgeber, Nachwuchsingenieure bereits während des Studium an sich zu binden. Über etwas mehr Auswahl als im vergangenen Jahr können sich hingegen Wirtschaftsingenieure und Mathematiker freuen.

Zum Report

Der DEKRA Arbeitsmarkt-Report analysiert jährlich Entwicklungen am deutschen Stellenmarkt. Er basiert dieses Jahr auf 13.941 Stellenangeboten.

Der DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2017 kann kostenfrei per E-Mail unter service.akademie@dekra.com angefordert werden und steht ebenfalls als Blätterkatalog zur Verfügung.

 

 

DEKRA IT-Arbeitsmarkt 2017 (Bild: DEKRA)

Ganz oben auf der Wunschliste von Unternehmen stehen Software-Entwickler. (Bild: DEKRA).