Internet of Things – 5 Prognosen für das nächste Jahr

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Das Internet der Dinge (IoT) wächst schnell. Sehr schnell. Die Zukunft winkt mit Unmengen von „connected smart devices“. Was man allerdings qualitativ nächstes Jahr vom Netz der Netze erwarten kann, versucht nun eine aktuelle Studie zu „erraten“.

Kaum ein Technologie dominiert dieser Tage den Diskurs so wie das Internet of Things (IoT). Und Fortschritte in der Mikroelektronik sowie wachsende Vernetzung verhelfen ihm zu rasantem Wachstum. So erwartet die aktuelle Frost & Sullivan-Studie „Growth Opportunities for Service Providers in the Internet of Things (IoT)“ einen Anstieg vernetzter IoT-Geräte von ca. 12,44 Milliarden im Jahr 2016 auf über 45,31 Milliarden bis 2023 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 20,3 Prozent. Andere Studien arbeiten mit ähnlichen Zahlen. Laut Prognosen von IDC etwa wird sich die Zahl der smarten Geräte von derzeit 14,9 Milliarden bis 2020 mehr als verdoppeln. Gartner war da Anfang diesen Jahres mit 8,4 Milliarden für 2017 und 20,4 Milliarden bis 2020 noch etwas vorsichtiger. IoT-Gerät nennen darf sich da, was eine eigene IP-Adresse hat und aus dem Internet abrufbar und fernzusteuern ist.

Für die enormen Steigerungsraten sind hauptsächlich Konsumenten und weniger die Industrie verantwortlich. Amazon, Google, Apple und Co. liefern sich ein erbittertes Rennen, um bei smarter Haustechnik, Privatkunden-IoT und künstlicher Intelligenz einen Fuß in die Haushalte zu bekommen. Mittlerweile verzeichnen jedoch auch IoT-Anwendungen im Maschinenbau, der Produktion oder im Energiesektor starke Zuwächse.

Um in diesem stark fragmentiertem Umfeld erfolgreich zu sein, ist allerdings eine Konsolidierung unausweichlich – so die Frost-Studie. Verkäufer und Dienstanbieter würden danach zu großen IoT-Plattformen zusammenwachsen. Diese lieferten dann die notwendigen Bausteine für die Anwendungen kleinerer Anbieter. Kunden profitierten dabei von Kostensenkungen und Nutzenzuwächsen.

Internet of Things im nächsten Jahr

Wohin die IoT-Landschaft schon in den nächsten 12 bis 18 Monaten steuert, zeigen folgende fünf Prognosen von Frost & Sullivan:

  1. Vernetzte Geräte nutzen zunehmend Cognitive (Verfahren, die Computer zu menschenähnlichem Verhalten befähigen) sowie Predictive Computing (an Hand von Datenmodellen werden Vorhersagen über mögliche Ereignisse in der Zukunft getroffen) und entwickeln sich zu so genannten Sentient Tools – also intelligente Geräte, die sowohl die Umwelt als auch den Nutzer „verstehen“.
  2. Mit künstlicher Intelligenz können Smart Devices künftig ohne menschliches Eingreifen auf Veränderungen der Umgebung reagieren.
  3. Die Akzeptanz von IoT-Plattformen im Geschäftsleben und im privaten Alltag steigt.
  4. Der Einsatz von Drohnen bei der Zustellung von Waren und bei der Überwachung etwa von Flächenbränden, Mobilfunkmasten und elektrischen Leitungen wird einen Boom erleben.
  5. Geräte mit hohem Sicherheitsrisiko und Malware verursachen einen Anstieg von Cyberangriffen und könnten das Internet of Things zu einem nationalen Sicherheitsrisiko werden lassen.

Abschließend besteht der Studie zufolge ein hoher Bedarf an Standardisierung in Bezug auf die Art und Weise, wie Daten gesammelt, gespeichert sowie über verschiedene Branchen und Anwendungen hinweg kommuniziert werden. Auch wenn es nicht möglich ist, Standards für alle Branchen des Internet der Dinge zu schaffen.

 

 

 

 

Internet der Dinge (Bild: pixabay/Gerd Altmann)

Dem IoT-Markt steht eine Konsolidierung bevor. (Bild: pixabay/Gerd Altmann).