Data Scientist wanted!

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Die Analyse des enormen Datenaufkommens hat sich zu einem Schlüssel für den Unternehmenserfolgs entwickelt. Deswegen stehen Datenexperten ganz oben auf der Wunschliste der Personaler. Welche Skills dabei nachgefragt werden, hat eine Jobplattform zusammengetragen.

Vor sechs Jahren kürte der Harvard Business Review das Berufsbild des Data Scientists zum „Sexiest Job of the 21st Century“. Mittlerweile hat sich die Prognose längst erfüllt. Immens wachsende Datenmengen und die Notwendigkeit daraus Nutzen zu ziehen haben Data Scientists, Data Analysts und Data Engineers zur meistgesuchten Spezis bei den Personalern gemacht.

Die Grenzen zwischen den Dreien sind zwar fließend. Aber grundsätzlich führt der Data Engineer die Daten zusammen während die anderen beiden daraus mit Methoden der Statistik und des Machine Learnings Mehrwert schaffen.

Dass die Anforderungsprofile für Datenexperten weit über mathematisch-programmiertechnische Kenntnisse hinausgehen, hat nun unter anderem die Analyse von etwa 14 Millionen Stellenanzeigen der letzten 24 Monate der Jobplattform Joblift gezeigt.

Danach bezifferte sich in den letzten 24 Monaten der Bedarf für Datenspezialisten auf insgesamt 64.173 Vakanzen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt das ein Plus von 23 Prozent. Deutsche Unternehmen suchen dabei zunehmend nach Kompetenzen im Umgang mit großen Datenmengen. Dabei bleiben offene Stellen im Durchschnitt 34 Tage lang unbesetzt, was leicht unter der Vakanzzeit von 36 Tagen für Softwareentwickler liegt. Das könnte damit erklärbar sein, dass nicht nur Bewerber mit informatischem Hintergrund für den Beruf des Data Scientists geeignet sind.

Data Scientist mit Studium

Data Scientist
Das Anforderungesprofile für die Datenexperten geht weit über mathematisch-programmiertechnische Kenntnisse hinaus. (Bild: Joblift).

Was den verlangten Ausbildungsgrad angeht, so fällt besonders das hohe Akademisierungsniveau auf. Ein abgeschlossenes Studium stellt sich in mehr als 90 Prozent der Stellenanzeigen als Grundvoraussetzung für eine Bewerbung heraus. 69 Prozent fordern explizit ein Masterabschluss, in 20 Prozent der Fälle genügt auch ein Bachelorabschluss.

Wer mit dem Gedanken spielt, als Data Scientist zu arbeiten, sollte also in erster Linie ein Studium anstreben – aber welches? Auf Platz eins der Wunschstudiengänge nennen Unternehmen in 41 Prozent der Stellenanzeigen wenig überraschend Informatik, aber auch Mathematik- oder Statistikabsolventen werden in 21 Prozent der Anzeigen nachgefragt. An dritter Stelle folgen Wirtschaftswissenschaften in 18 Prozent der Anforderungsprofile, gefolgt von Physik in 5 Prozent und Ingenieurwissenschaften (insbesondere Wirtschaftsingenieurwesen) in 4 Prozent aller Inserate.

SQL und Kommunikation

Entscheidender als die passende Studienrichtung sind aber häufig spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten der Bewerber: Als die fünf wichtigsten Programmiersprachen werden dabei SQL (16.942 Nennungen), R (8.422 Nennungen), Python (6.587 Nennungen), Java (5.945 Nennungen) und SPARK (2.356 Nennungen) in den Anforderungsprofilen aufgeführt. Gleichzeitig sollten Bewerber Vorwissen im Bereich Künstliche Intelligenz (1.202 Nennungen), insbesondere im Machine Learning (5.931 Nennungen) und Deep Learning als besonderes Teilgebiet (1.100 Nennungen) mitbringen. Außerdem werden oft Erfahrungen mit Datenvisualisierung (4.217 Nennungen) und Cloud-Technologie (3.356 Nennungen) vorausgesetzt.

Neben diesen harten Kriterien verlangen Unternehmen aber auch Kommunikationsstärke in fast jeder zweiten Stellenanzeige für Data Scientists (30.088 Nennungen) und analytische Fähigkeiten in 45 Prozent der Inserate (28.854 Nennungen). Weiterhin benötigen Bewerber Kreativität (23.196 Nennungen), Teamfähigkeit (9.738 Nennungen) und Eigeninitiative (7.846 Nennungen) als entscheidende Soft Skills. Denn Data Scientist müssen große Datenmengen nicht nur sortieren, sondern auch interpretieren und ihre Ergebnisse verständlich vermitteln können.

 

Data Scientist (Bild: pixabay/Gerd Altmann)

Datenexperten haben beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. (Bild: pixabay/Gerd Altmann).