BotFactory – Das siegreiche Start-up, zwei Jahre danach

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Start-up
Botfactory – Gewinner electronica fast forward 2016

Die US-amerikanische Firma BotFactory gewann 2016 die Start-up-Kategorie des Elektor-Wettbewerbs electronica Fast Forward (e-ff wd) auf der electronica in München – mit der Desktop-Platinendrucker- und Bestückungsmaschine „Squink“. Zwei Jahre später erklärt JF Brandon, Vice President Sales + Marketing, im Gespräch mit Elektor, wie sich die BotFactory entwickelt hat.

 

Elektor: Was hat der Gewinn des e-ffwd 2016 bewirkt?

BotFactory: Am wichtigsten war sicher, dass wir eine Menge Menschen kennengelernt haben. Wir mussten uns bei Leuten bekannt machen, die (auch berufliches) Interesse an Elektronik haben. Dabei hat der Gewinn des e-ffwd 2016 unsere Glaubwürdigkeit erhöht.

Elektor: Was halten Sie für die wichtigste Entwicklung der BotFactory nach November 2016?

BotFactory: Wir haben unseren SV2-Platinendrucker auf den Markt gebracht! Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Website www.botfactory.co.

Elektor: Haben sich Ihre Pläne seit November 2016 unerwartet geändert?

BotFactory: Wir hatten einige Schwierigkeiten technischer Natur bei der Entwicklung unseres neuen SV2 nicht vorausgesehen. Ich will nicht ins Detail gehen, aber manch kleines Problem entpuppte sich als großes und umgekehrt. Unser SV2 ist ein unglaublich komplexes Gerät. Wir hatten schließlich Erfolg, weil wir diese Probleme mit einem sehr rigorosen Produktentwicklungsprozess mit flexibler Methodik lösen konnten. Am Ende war die endgültige Markteinführung viel ferner, das Produkt aber auch viel besser, als wir dies im November 2016 erwartet hatten!

Elektor: Wird Ihre Herausforderung in den kommenden zehn Jahren eher finanzieller Art sein, also genügend Ressourcen zu finden, um in neue Technologien zu investieren? Oder eher technischer Natur, weil Sie Ihre Produktlinie verbessern und erweitern müssen?

BotFactory: Der technische Aspekt ist die größte Herausforderung – Elektroingenieure haben sehr spezifische Bedürfnisse und wir müssen sie erfüllen, damit wir Geräte ausliefern können. Wir müssen vor allem unsere existierende Technologie vorantreiben; die finanziellen Herausforderungen sind zweitrangig. Jeder weiß nämlich um das Marktpotential der Lösung eines solch komplexen Problems, die eine enorme Rendite versprechen könnte.

Elektor: Was ist Ihrer Meinung nach der schwierigste Teil Ihres Jobs?

BotFactory: Teil meiner Arbeit ist es, zu verkaufen, was grundsätzlich ein repetitiver und mechanischer Vorgang ist. Es erfordert ein gewisses Durchhaltevermögen, selbst wenn hundert Leute „nicht interessiert“ sind. Man muss stets daran denken, dass man Kunden einen Gefallen tun und ein Produkt verkaufen kann, das wirklich einen Unterschied in ihrer Arbeit machen könnte. Das treibt mich weiter.

Elektor: Was ist relativ leicht in Ihrem Job?

BotFactory: Eine schwierige Frage! Nichts ist relativ einfach, wenn man Start-up ist!

Elektor: Was ist der schönste Teil Ihres Jobs?

BotFactory: Ich selbst kann tolle Sachen mit unseren Platinendruckern machen! Ich habe Masken mit LED-Arrays, analogen Sensoren, Gitarreneffekt-Pedalen und sogar einem benutzerdefinierten Arduino gebaut. Wenn ich vorzeige, was irgendjemand mit unseren Squink- und SV2-Platinendruckern erzeugt hat, werden die Leute ganz aufgeregt. In der Lage zu sein, innerhalb weniger Stunden eine Schaltung oder ein Produkt herzustellen, ist die erstaunlichste Fähigkeit, die man haben kann. Ich liebe es, diese Fähigkeit mit anderen zu teilen. Erfinden nur um der Erfindung willen ist etwas, was ich liebe.

Elektor: Ist es angesichts eines Mangels an technisch versierten Leuten schwierig, neue Kollegen zu finden?

BotFactory: Ja! Wenn Elektor-Leser bei uns arbeiten möchten, sollen sie bitte schreiben an: contact@botfactory.co!

Die Teilnahme an electronica fast Forward 2018 ist unter www.elektormagazine.de/e-ffwd möglich.  Dort stehen weitere Informationen sowie Teilnahmebedingungen und Neuigkeiten zur Verfügung.

 

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