Gehaltsreport 2019: Wer verdient wo am meisten?

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Fach- und Führungskräfte verdienen hierzulande im Schnitt etwa 58 100 Euro. Um einiges darüber liegen IT-Spezialisten und Ingenieure. Allerdings nicht überall. Der Ländervergleich offenbart zum Teil extreme Unterschiede.

Wer mehr verdienen will, sollte seinen Chef davon in Kenntnis setzen. Auch das ergab der aktuelle Gehaltsreport der Jobplattform Stepstone. Immerhin vierzig Prozent der Befragten forderten ihre Gehaltserhöhung aktiv ein.

Wie viel Geld dann letztlich auf dem eigenen Konto landet, hängt neben individuellen Qualifikationen und dem Grad der Verantwortung ebenso von der Branche, dem Standort und der Unternehmensgröße ab. Wenn auch die Auswertung von 85000 Gehaltsangaben auf der Plattform von Stepstone nicht repräsentativ sein kann, eignet sie sich doch ganz gut, um den aktuellen Marktwert abzuschätzen.

Studium stellt die Weichen

Gehaltsreport 2019
Gehaltsreport 2019: Gehälter IT-Berufe. (Bild: Stepstone).

Wenig überraschend wird der zu allererst von der Wahl des Studiengangs beeinflusst. Medizin oder Zahnmedizin (81.600 Euro) erweist sich da als finanziell besonders lohnend. Es folgen Wirtschaftsingenieurwesen (74.300 Euro) und Wirtschaftsinformatik (73.600 Euro). Knapp dahinter rangieren aber schon Ingenieurswissenschaften (72.100 Euro) sowie Mathematik und Informatik (70.800 Euro).

Auf jeden Fall aber macht sich ein abgeschlossenes Studium in den meisten Fällen bezahlt. Denn Akademiker bekommen bereits beim Berufseinstieg im Schnitt etwa 11.600 Euro mehr Gehalt als Nicht-Akademiker. Danach wächst der Unterschied mit langjähriger Berufserfahrung auf circa 28.600 Euro an.

Verantwortung lohnt sich

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Stepstone Gehaltsreport 2019: Top Branchen für Ingenieure. (Bild: StepStone).

Auch wer den „Hut“ aufhat, kann mit mehr Geld rechnen. So verdienen Fach- und Führungskräfte ohne Personalverantwortung durchschnittlich 51 176 Euro im Jahr. Verantwortung über ein bis vier Mitarbeiter sorgt dagegen für ein Plus von mehr als 6000 Euro, bei fünf bis 14 Mitarbeitern landen knapp 17 000 Euro on top in der „Lohntüte“. Personalverantwortung über hundert und mehr Mitarbeiter resultiert dann schon in einem sechsstelligen Gehalt (102 530 Euro).

Für Fach- und Führungskräfte mit Personalverantwortung lohnt es sich also, in großen Unternehmen (mehr als 1.000 Mitarbeiter) tätig zu sein. Aber nicht nur für die. Der Durchschnittslohn (66.800 Euro) liegt hier fünfzehn Prozent über dem Gesamtdurchschnitt, während Angestellte kleinerer Unternehmen mit maximal 500 Mitarbeitern zehn Prozent unter dem Durchschnitt liegen (52.200 Euro).

„Lukrative“ Standorte

Wer dann am richtigen Standort „zugange“ ist, darf sich noch mehr erhoffen. Im Städtevergleich etwa liegt die Bankenmetropole Frankfurt vor den Autostädten München und Stuttgart. Das Länderranking offenbart außerdem krasse Unterschiede. Im Schnitt stehen da südliche Bundesländer am besten da. So verteidigt Hessen (65.300 Euro) seine Spitzenposition der vergangenen Jahre vor Baden-Württemberg (62.400 Euro) und Bayern (62.200 Euro). Die niedrigsten Durchschnittsgehälter werden dagegen in Sachsen (43.100 Euro), Sachsen-Anhalt (42.300 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (42.100 Euro) gezahlt.

Branchen-Picking

Eindeutig im Vorteil ist, dessen Qualifikation in mehreren Branchen gefragt ist, denn er kann sich die lukrativste aussuchen. So werden Beschäftigte im Bankensektor am besten bezahlt, gefolgt von der Pharmaindustrie sowie den Fahrzeugbauern und ihren Zulieferern.

Zur Studie

Der Gehaltsreport 2019 basiert auf den Gehältern von rund 85.000 Vollzeit-Fach- und Führungskräfte, die im Zeitraum von Oktober 2017 bis Oktober 2018 erhoben wurden. Alle Gehaltsdaten sind in Euro angegeben und beziehen sich auf das Durchschnitts-Bruttojahresgehalt inklusive Boni, Provisionen, Prämien etc..

Mehr Informationen und der vollständige StepStone Gehaltsreport 2019 stehen zum Download unter www.stepstone.de/gehalt bereit.

 

 

 

 

Gehaltsreport 2019 (Bild: pixabay/Gerd Altmann)

Viele Faktoren entscheiden über das erwartbare Gehalt. (Bild: pixabay/Gerd Altmann)