electronica Pressekonferenz in München

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Im traditionsreichsten Raum des Bayerischen Hofs, der falk’s Bar, war gestern Abend der Auftakt zur electronica Pressekonferenz in München. Perfekt anlässlich des Mottos „Zukunft ist Vergangenheit“. Es galt nicht nur 50 Jahre electronica Revue passieren zu lassen, sondern vor allem den Blick nach vorne zu richten und zu schauen, was uns im November erwartet.

„Da nicht sein kann, was nicht sein darf, sucht man vergeblich im offiziellen deutschen Messekatalog nach der electronica. Die zuständigen Verbände hüllen sich in Schweigen und die deutschen Großunternehmen der Branche glänzen durch Abwesenheit. Manches kleinere Unternehmen, das eigentlich gern dabei sein möchte, musste sich wohl oder übel dem stillschweigenden Boykott anschließen. Wer riskiert es schon ohne Not, sich die Missbilligung eines übermächtigen Kunden zuzuziehen? Die Veranstaltung, die durch so viel demonstrative Nichtbeachtung erst in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses gerückt wurde, ist die Münchner electronica, die einzige deutsche Fachausstellung für elektronische Bauelemente und die zugehörigen Mess- und Fertigungseinrichtungen.“ So schrieb es am 28. Oktober 1966 Journalist Michael Jungblut in seinem Artikel, der in der Zeit.

Heute 50 Jahre später ist von dieser anfänglichen Zurückhaltung nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil. Die Elektronikfachpresse war sich gestern Abend einig, die electronica ist wichtig für die Branche. Diese Meinung teilt auch das Ehepaar Franz und Helga Schröttle von Telemeter Electronic. Beide sind mit ihrer Firma von der ersten Stunde an auf der electronica dabei. Bewegend erzählten sie von ihren Erfahrungen, Begegnungen mit Menschen aus aller Welt sowie von Freundschaften und Geschäftsbeziehungen, die seit 1964 bestehen.

Erinnerungen werden wach. 1973 entsteht aus der electronica die LASER World of PHOTONICS. 1975 folgt als Ableger die productronica. Die electronica wächst dennoch ungebremst weiter. Genau richtig erfolgt 1998 der Umzug auf das neue Messegelände in Riem. Und auch weltweit scheint das Konzept aufzugehen. Zunächst in Indien, gefolgt von China.

Und was erwartet uns morgen?

Die Sterne stehen gut, erklärte uns Christoph Stoppok vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI). Die Wachstumsmärkte liegen laut dem Verband unter anderem in Embedded Systems, Beleuchtungstechnologien, der Cyber-Sicherheit und der Automobilelektronik sowie im Bereich Industrie 4.0 und in Energieeffizienztechnologien. Wie gut, dass die electronica ihren eigenen Planet e geschaffen hat und sich diese Themen dort wiederfinden. Mit auf Planet e wird wieder die Firma Telemeter Electronic sein – und zahlreiche weitere Unternehmen. Werden auch Sie Bewohner von Planet e?

electronica Pressekonferenz

electronica Pressekonferenz: Beste Aussichten nicht nur auf die Bayerische Hauptstadt, sondern auch auf die Veranstaltung im November.