Ampel spricht mit Auto

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Die elektrische Ampel wird 100. Jetzt nehmen die Herrscherinnen der Kreuzung erstmals Kontakt auf.

Die elektrische Ampel feiert ihr hundertjähriges Jubiläum. Die erste regelte am 05. August 1914 in Cleveland (USA) den noch spärlichen Verkehr. Mittlerweile stemmen sich moderne Anlagen mit allerlei Sensoren adaptiv und dynamisch gegen das Verkehrschaos. Doch damit nicht genug. In Zukunft sollen die Dreiäugigen über „smarte“ Kreuzungen wachen.

Damit die Ampelsteuerungen dann nicht nur auf die im Straßenraum verbauten Sensoren angewiesen sind, erzeugen sie auch mit den Daten von „intelligenten“ Fahrzeugen ein Abbild des Verkehrsablaufes. Dazu sprechen sie mit den Autos und tauschen Informationen aus. Davon profitieren alle Verkehrsteilnehmer, etwa um über Assistenzsysteme ihr Verhalten beim Bremsen und Anfahren zu optimieren.

Grüne Welle durch intelligente Ampel

Nähert sich ein Fahrzeug einer Kreuzung, kommuniziert die Ampelanlage direkt mit dem Fahrzeug. Mith ilfe dieser unmittelbaren Kommunikation erhält das Fahrzeug zuve rlässige und präzise Daten der Kreuzung, zur Ampelphas e, Kreuzungsgeografie und -geometrie sowie geltenden Ge schwindigkeitslimits. So können auch aktuelle Ereignisse wie Notschaltungen oder ausfallende Fahrstreifen bei Bau stellen an das Fahrzeug weitergegeben werden. Der F ahrer erfährt auf welchem Fahrstreifen er sich einordnen muss und mit welcher Geschwindigkeit er noch bei Grün über die Ampel kommt oder doch bei Rot stoppen muss.

Erste Prototypen werden im Rahmen des Verbundprojektes „UR:BAN“ noch dieses Jahr an einer realen Kreuzung in Braunschweig umgesetzt und erprobt.

ampelgross

Die elektrische Ampel feiert ihr hundertjähriges Jubiläum. In Zukunft soll sie ihre Augen und Ohren auf „smarte“ Kreuzungen richten.