„Good Vibrations“ gegen Entgleisungen

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Die „Schiene“ punktet mit wenig Emissionen und geringem Flächenverbrauch. Damit sie auch noch sicherer wird, sollen die Waggons künftig mit kleinen „Selbstversorgern“ überwacht werden.

Manchmal muss erst etwas passieren, um Schäden zu entdecken. Etwa an den Rädern nach einer Entgleisung, bei der möglicherweise Personen zu Schaden kommen. Besonders kritisch wird es, wenn Gefahrengut transportiert wird, und gravierende Umweltschäden die Folge sein könnte. Dieses Risiko lässt sich nur mit einer effizienten Zustandsüberwachung minimieren.

In Europa ist die Betriebssicherheit durch regelmäßige Wartungen vorgeschrieben. Informationen über die an einem Zugwagen tatsächlich auftretenden Belastungen, die Nutzung und andere Betriebsdaten könnten die Instandhaltung deutlich wirtschaftlicher gestalten. Güterzüge verfügen jedoch in der Regel weder über eine fahrzeugeigene Sensorik noch über eine eigene Stromversorgung.

Energieautarker Sensor für die Überwachung

Eine Antwort können drahtlose und energieautarke Datenerfassungssysteme sein. Dabei würde ein piezoelektrischer Generator die am Güterwagen vorhandene Vibrationsenergie in elektrische Energie umwandeln und so für die Stromversorgung des drahtlosen Sensors sorgen. Die können dann die Güterwagen während des Betriebs überwachen, und die Messdatenermittlung sowie die drahtlose Übertragung erledigen energieeffiziente Mikrocontroller-Plattformen.

Der vom Fraunhofer LBF entwickelte energieautarke Sensor ist noch ein Funktionsmuster. Entstanden ist er im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Energieautarke Mobilität – Zuverlässige energieautarke Systeme für den mobilen Menschen“ (ESZüG). Hier soll erstmals eine automatisierte und energieautarke Instandhaltungsplanung für Güterwagen realisiert werden, um damit Bremsen, Radlager und die Laufleistung der Wagen überwachen zu können.

www.lbf.fraunhofer.de

Energieautarke Sensoren

Energieautarke Sensoren für mehr Sicherheit im Gütertransport auf Schienen.