„Smarte“ Haut für sichere Flüge

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Eine „Smart Skin“ aus zehntausenden von Mikrosensoren soll in Zukunft nicht nur das Fliegen sicherer machen. Die Idee kam einer Wissenschaftlerin beim Waschen.

Ingenieure des Advanced Technology Centres von BAE Systems entwickeln derzeit eine Flugzeughülle, die Ähnlichkeiten mit der menschlichen Haut aufweist. Zumindest was die Sensorik angeht. Zehntausende von Mikrosensoren sollen die Windgeschwindigkeit, Außentemperatur, Bewegungen und physikalischen Belastungen des Flugzeugs genauer als bisherige Sensoren messen. Sie arbeiten völlig autonom und verfügen sogar über eine eigene Stromversorgung. Die „Smart Skin“ gibt ihre Unmengen von Messdaten laufend an den Bordcomputer weiter, etwa wie die Haut Signale an das Gehirn sendet. Dort sorgt Big-Data-Analysesoftware für die Auswertung.

Die winzigen Mikrosensoren haben die Größe eines Reiskorns mit weniger als einem Quadratmillimeter Fläche. So ist es den Entwicklern zufolge möglich, sie wie Farbe aufzusprühen. Mit der Methode ließen sich dann auch ältere Flugzeuge nachrüsten.

Wartungsfreundliche Haut durch Mikrosensoren

Neben der zusätzlichen Sicherheit durch genauere Flugdaten, stiege durch die „smarte“ Flugzeughaut in Zukunft ganz erheblich die Effizienz der Flugzeugwartung. Schadhafte Teile könnten frühzeitiger erkannt und ausgetauscht werden. Die Ingenieure erwarten auch eine deutliche Reduktion der regelmäßigen Check-ups.

Innovativer Haushalt

Die Idee kam übrigens einer Wissenschaftlerin beim Waschen, als sie sah wie ihr Trockner einen einfachen Sensor nützt, um ein Überhitzen zu vermeiden. Warum also nicht große, teure Sensoren durch billige, winzige und multifunktionale ersetzen, dachte sie. Und Flugzeuge, Autos oder Schiffe mit tausenden dieser „Staubpartikel“ bedecken, die laufend die Umgebung und sich selbst überwachen. So können manchmal ganz unspektakuläre Alltagsgeschäfte enorme Auswirkungen auf die Menschheit haben.

www.baesystems.com

 

„Smarte“ Haut für sichere Flüge