electronica-trend-Index 2018: Die Elektronik der Zukunft

| |
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

Elektronische Geräte bestimmen immer weitere Bereiche unseres privaten und beruflichen Alltags. Doch was denken eigentlich die Verbraucher darüber? Die weltweite Studie der electronica ist der Frage nachgegangen.

Das elektronische Equipment der Zukunft soll das Leben vereinfachen – das wünschen sich weltweit 81 Prozent der Konsumenten. Was dabei künstliche Intelligenz (KI), Robotik und Digitalisierung dürfen und was nicht, wird allerdings sehr differenziert betrachtet. So sehen etwa 71 Prozent dem neuen electronica-Trend-Index 2018 (2. Auflage) zufolge die Elektronik nur in der Assistentenrolle, eigenständiges Denken soll weiterhin „Menschensache“ sein.

Als Teil von Navigationssystemen und Smartphones haben intelligente Sprachsteuerungen bereits in Privathaushalten Einzug gehalten. Das ist aber erst der Anfang. Technologien der künstlichen Intelligenz und digitale Vernetzung werden den Siegeszug smarter Elektronik in Zukunft weiter verstärken. Besonders Sprachsteuerung steht bei den Verbrauchern schon hoch im Kurs: Rund sechzig Prozent der Konsumenten begrüßen den direkten Dialog mit elektronischen Geräten nach dem Vorbild bekannter Sprachassistenten wie Siri, Alexa oder Cortana. Dabei schlägt die Begeisterung nicht in allen Ländern gleich große Wellen. Ein Schwätzchen mit der Elektronik finden in China 85 Prozent großartig, in Amerika 68 Prozent und in Italien 66 Prozent. 17 Prozent lehnen es aber auch entschieden ab.

Roboter dürfen nicht alles

Einig ist man sich dagegen, dass die digitalen Helfer nicht zu „menschenähnlich“ werden sollen. Für 72 Prozent der Befragten müssen Service-Roboter mit künstlicher Intelligenz eindeutig als Maschine erkennbar bleiben. Die stärksten Befürworter sind dabei die Italiener (78 Prozent) und US-Amerikaner (77 Prozent). Selbst im roboterverrückten Japan schließt sich dieser Meinung eine klare Mehrheit von 69 Prozent an.

Weltweit sind jedoch 72 Prozent der Befragten dafür, dass Roboter mit Hilfe künstlicher Intelligenz selbstständig lernen, um auf neue Situationen reagieren zu können. Ebenso viele wünschen sich vom Roboter Entscheidungshilfen – allerdings sollte die Kontrolle in den Händen von Menschen bleiben.

Diese Grundeinstellung gilt generell für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in elektronischen Geräten. Die große Mehrheit der Verbraucher möchte, dass die KI nur assistiert und nicht das eigene Denken ersetzt. Weltweit sehen das 71 Prozent so. Allerdings beginnt diese Ansicht in einigen Ländern zu bröckeln. In Deutschland etwa waren im electronica-Trend-Index 2016 noch 82 Prozent der Befragten dieser Meinung – aktuell sind es 67 Prozent.

Bei der Frage, ob Maschinen menschliche Gefühle erkennen und darauf reagieren sollen, scheiden sich die globalen Geister: In Europa und Japan ist nur rund jeder Zweite dafür, in den USA knapp sechzig Prozent, in China sogar 85 Prozent.

electronica-Trend-Index 2018

Für den electronica-Trend-Index 2018 wurden im Juni 2018 im Auftrag der electronica – Weltleitmesse und Konferenz für Elektronik – 7.000 Verbraucher in den USA, China, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien von einem Marktforschungsinstitut bevölkerungsrepräsentativ befragt.

 


Wie rasant sich die smarte Welt der Elektronik entwickelt, zeigen über 3.000 Aussteller aus mehr als 50 Ländern vom 13. bis 16. November auf der electronica 2018 in München.

 

 

 

 

 

 

electronica-Trend-Index 2018 (Bild: obs/electronica/Christian Hartlmaier).

Das denken die Verbraucher weltweit über KI, Roboter und digitale Sicherheit. (Bild: obs/electronica/Christian Hartlmaier).