Jungingenieure mögen es städtisch

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Angehende Ingenieure gehören neben IT-Spezialisten zu den gefragtesten Talenten auf dem Arbeitsmarkt. Eine neue Umfrage zeigt wie Unternehmen bei den Berufsanfängern punkten können.

In Zeiten von Fachkräftemangel gehören Ingenieure, die frisch von der Uni kommen, zu den meist gesuchten Spezies. Und das nicht nur, weil sie rar gesät sind, sie bringen auch noch das neueste Wissen auf ihrem Gebiet mit. Unternehmen sollten sich also um die Bedürfnisse dieser Berufseinsteiger kümmern. Eine aktuelle Umfrage der Karriereplattform „get in Engineering“ hat dazu mehr als 400 Nachwuchskräfte im Alter zwischen 17 und 29 Jahren aus allen Ingenieur-Fachbereichen von Elektrotechnik und Maschinenbau, bis hin zu Biotechnologie befragt.

Danach erwarten angehende Ingenieure zum Start in den Job nicht besonders überraschend eine ihrem Marktwert angemessen gefüllte Lohntüte. 79 Prozent der Master-Studenten im ersten Berufsjahr möchten mehr als 40.000 Euro verdienen, gut ein Drittel hält mehr als 50.000 Euro für angemessen. Besonders anspruchsvoll sind dabei die Männer: Im Schnitt sollen es da rund 5.000 Euro mehr als bei den weiblichen Kolleginnen sein. Die erste Gehaltserhöhung ist ebenso fest eingeplant. Die Hälfte der Befragten erwartet sie nach einem Jahr, 17 Prozent bereits nach sechs Monaten.

Mehr Gehalt für Jungingenieure

Auch beim Unternehmensstandort ist man anspruchsvoll. Für 87 Prozent der Befragten ist dieser von besonderer Bedeutung. Arbeitgeber in ländlichen Gebieten und Großstädten haben dabei schlechte Karten. Über die Hälfte bevorzugt ein kleineres, aber trotzdem städtisch geprägtes Umfeld. Wer darauf verzichtet, erwartet Kompensation.

Für zwei Drittel der Jungingenieure wäre das ein höheres Gehalt, für über die Hälfte kämen dafür flexible Arbeitszeitmodelle in Frage. Und für weitere 70 Prozent könnten zusätzliche Urlaubstage einen ungeliebten Standort versüßen. 39 Prozent der angehenden Ingenieure würden auch ihren Wohnort wechseln, wenn das mit der Übernahme von Führungsverantwortung verbunden wäre. Zum Vergleich: In einer vorangegangen Studie hielten nur 14 Prozent angehender IT-Spezialisten Führungsverantwortung für einen ausreichenden Wechselgrund.

Dienstwagen „out“, Altersvorsorge „in“

Was allgemeine Benefits angeht, stehen bei den technischen Berufsstartern eine betriebliche Altersvorsorge (für 53 Prozent sehr wichtig) oder vom Arbeitgeber übernommene Weiterbildungskosten (für 58 Prozent) hoch im Kurs. Wenig attraktiv sind dagegen die betriebliche Gesundheitsvorsorge (nur 18 Prozent) oder ein Dienstwagen inklusive privater Nutzung, der für die Hälfte der Befragten sogar komplett uninteressant ist.

Allgemein liegen die wichtigsten Kriterien für die Entscheidung, eine berufliche Laufbahn im Ingenieurwesen anzustreben, in den vielversprechenden Karrierechancen (60 Prozent) und der damit verbundenen Jobsicherheit (62 Prozent). Einen geringeren Stellenwert stellen dabei die Aussicht, international zu arbeiten oder der gesellschaftliche Status dar.

Das White Paper zur Studie steht hier zum kostenlosen Download bereit: https://www.get-in-engineering.de/studie/sommer-2018

 


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Gehaltsreport (Bild: pixabay/Gerald Altmann)

Mehr Gehalt ist und bleibt eines der besten Argumente. (Bild: pixabay/Gerd Altmann).