Gehaltsreport Elektronikindustrie 2019: Mehr Gehalt für alle

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Bei welchen Ingenieuren in der Elektronikindustrie ist die Lohntüte am besten gefüllt? Der Gehaltsreport 2019 von Interconsult gibt auch dieses Jahr darüber Aufschluss.

Seit 1982 veröffentlicht Interconsult jährlich einen nach Branchen aufgeschlüsselten Gehaltsvergleich für die Hi-Tech-Industrie. Er wird im Januar und Februar des jeweiligen Jahres erstellt und basiert dieses Jahr auf Informationen aus 146 Unternehmen, 131 Herstellern und 15 Distributoren.

Gehaltsreport Elektronikindustrie 2019
Wer im Bereich „Aktive Bauelemente“ beschäftigt ist, gehört zu den Spitzenverdienern. (Bild: Interconsult).

Eine spannende Frage ist jedes Mal, welche Branche sich über die größte Gehaltssteigerung freuen kann. Letztes Jahr war der Bereich „Aktive Bauelemente“ noch ganz vorne. Dieses Mal zogen die „ASIC-Ingenieure“ mit einem Plus von 4,6 Prozent knapp an ihm (+ 4,4 Prozent) vorbei. In den anderen Branchen wurden Zuwächse zwischen 2,8 und 3,8 Prozent erzielt. Die gute Konjunktur machte es möglich. Viele Unternehmen verzeichneten deswegen ein außerordentlich erfolgreiches Jahr. An der Spitze die Bereiche Automation und Medizinelektronik. Nur der viel beschworene Fachkräftemangel verhinderte bei manchen Unternehmen ein noch besseres Ergebnis.

Mittlerweile ist der uneingeschränkte Optimismus vielerorts einer zunehmenden Vorsicht gewichen. Die Konflikte zwischen USA und China, Zollängste in der Automobilindustrie und das Brexit-Chaos verhageln die rosigen Aussichten.

Auf Sicht fahren

Die Unternehmen bereiten sich vorsichtig optimistisch auf neue Szenarien vor. Größere Investitionen werden erst einmal verschoben. Auch Neueinstellungen sind davon betroffen. Allerdings kann längst nicht von einem Einstellungsstop gesprochen werden. Und auf die Gehälter wirkt sich die Zurückhaltung noch nicht aus. Denn, wer Stellen unbesetzt lässt, muss schließlich die aktuelle Mannschaft bei Laune halten.

Immer noch händeringend gesucht werden technisch versierte Vertriebsingenieure. Sie kommen beim Kunden ohne zusätzlichen Applikationsingenieur aus. Und der Trend hin zu kundenspezifischen Lösungen erhöht grundsätzlich die Anforderungen an die technische Kompetenz der Mitarbeiter.

Aber nicht nur Unternehmen halten sich bei Einstellungen zunehmend zurück. Auch potentielle Bewerber verzichten in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eher auf einen Jobwechsel. Manche konventionelle Personalabbaumethoden arbeiten schließlich immer noch nach der LifoMethode (Lastin-first-out).

Mehr Geld trotz schlechterer Konjunktur

Dem Gehaltsreport zufolge können Arbeitnehmer trotz des sich eintrübenden Umfelds auch weiterhin mit Gehaltserhöhungen rechnen. Außerdem besitzt das Einkommen sowieso nicht mehr die absolute Priorität. Mitspracherecht, Home-Office und Anerkennung spielen zunehmend wichtige Rollen.

Gleichzeitig sollte man natürlich nach wie vor mit seinen Leistungen argumentieren, um mehr Geld zu bekommen. Schließlich ist der Verlust von Leistungsträgern für die Unternehmen letztlich mit erheblichen Kosten verbunden. Von Arbeitnehmern, die mit ihren Gehaltsforderungen zu stark pokern, wird man sich allerdings lieber trennen. Abhängig von der Position dürften aber zwischen sieben und zehn Prozent Zuschlag durchaus möglich sein.

Gehaltsreport für die Elektronikindustrie 2019

Interconsult unterteilt den Gehaltsvergleich 2019 branchenbezogen in aktive, passive und elektromechanische Bauelemente, Broadline-Distribution, ASICs, Mikroprozessorsysteme, Netzwerktechnologie, Computer-Software, Computer-Hardware, Automatisierungstechnik, EDA, ATE, Messtechnik, Medizin-Elektronik, Geräte und Systeme zur Halbleiterherstellung sowie kaufmännische Positionen in der Hi-Tech-Industrie.

Der Gehaltsreport für die Elektronikindustrie 2019, in Form einer 29-seitigen digitalen Broschüre, ist zu folgenden Preisen erhältlich:

Deutsche Version, 25,00 Euro inkl. MwSt.
Englische Version, 35,00 Euro inkl. MwSt.

 

Quelle: elektroniknet.de

 

 

 

 

 

 

 

Gehaltsreport (Bild: pixabay/Gerald Altmann)

Das Gehalt ist im Gesamtpaket nur noch ein Baustein, wenngleich ein wichtiger. (Bild: pixabay/Gerd Altmann).