Digitaler Wandel: Führungskräfte 4.0

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Die Digitalisierung „tobt“ in den Unternehmen. Das zieht auch eine Menge Unsicherheiten nach sich. Von den Führungskräften wird da besonders eine nicht ganz neue Eigenschaft verlangt.

Schritt für Schritt verändert digitaler Wandel unser privates und berufliches Leben. Das eröffnet auf jeder Ebene eine Vielzahl neuer Chancen, birgt aber auch Risiken und weckt nicht zuletzt Ängste. Besonders bei den Mitarbeitern in den Unternehmen. Ohne eine „furchtlos“ digital denkende und agierende Belegschaft ist die Transformation jedoch nicht zu schaffen.

Dass da allerdings noch einiges zu tun ist, zeigt eine aktuelle Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half. Danach sehen siebzig Prozent der befragten Führungskräfte Probleme, wenn es darum geht, Mitarbeiter in den neuen Technologien zu schulen. Gleichzeitig sind über 80 Prozent aber zuversichtlich, den digitalen Wandel mit dem aktuellen Führungsteam erfolgreich umsetzen zu können. Eine klare Diskrepanz zwischen der Führungsetage und den anderen Abteilungen. Die lässt sich nach Meinung des Personaldienstleisters nur durch eine klare Kommunikation auf allen Ebenen überwinden. Denn, um den digitalen Wandel in der eigenen Unternehmenskultur wirklich zu vollziehen, müssen Vorgesetzte die Vorteile der neuen Arbeitswelt für alle Mitarbeiter verständlich machen. Im Idealfall ganz analog von Mensch zu Mensch.

In dem Rahmen erfahren die Mitarbeiter zum Beispiel auch, welche neuen Jobs und Profile in der eigenen Firma durch die Digitalisierung entstehen. Etwa um mögliche Weiterentwicklungschancen wahrnehmen zu können. Am Ende muss jedoch klar sein, wie genau die Digitalisierung die einzelnen Abteilungen betrifft und was von jedem Mitarbeiter erwartet wird. Der Studie zufolge entscheiden ein offener Dialog und stetiger Informationsaustausch gepaart mit Empathie letztlich über Erfolg und Misserfolg der digitalen Transformation.

So suchen denn auch gut die Hälfte (51 Prozent) der befragten Führungskräfte für die der Umsetzung des Transformationsprozesses vor allem nach Managern mit sehr guten Kommunikationsfähigkeiten. Daneben sind technologisches Verständnis (58 Prozent) und konkretes technisches Know-how (45 Prozent) gefragt.

Digitaler Wandel

Digitaler Wandel von „außen“

Bereits zwei Drittel der Unternehmen haben ihr Weiterbildungsbudget für individuelle Trainings und Seminare erhöht. Auch um die Bereitschaft der Belegschaft, sich auf etwas Neues einzulassen, zu fördern. Außerdem werden Weiterbildungskosten erstattet und digitale Projektteams gebildet.

Über ein Drittel (38 Prozent) der befragten Führungskräfte würde sich außerdem bei der Gestaltung der digitalen Transformation von externen Experten beraten lassen. Erfahrene Interim Manager für Digitalisierungsprojekte können notwendiges Wissen weitergeben, die Produktivität des existierenden Teams steigern und bei der Zielerreichung unterstützen.

Über allem steht jedoch „Communication first“. Denn nur wer technisches Know-how verbreitet, die Mitarbeiter überzeugt und den digitalen Kulturwandel in allen Bereichen des Unternehmens aktiv kommuniziert, kann sich selbst als digitalen Anführer bezeichnen.

 

 

 

Digitaler Wandel (Bild: pixabay/Gerd Altmann)

Kommunikation ist der Schlüssel zum erfolgreichen Transformationsprozess. (Bild: pixabay/Gerd Altmann).