Chemie-Nobelpreis 2019 für die Entwicklung der Lithium-Ionen-Batterie

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Die Schwedische Akademie der Wissenschaften zeichnet John Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino mit dem Chemie-Nobelpreis aus. Die electronica gratuliert!

Der Nobelpreis Chemie geht dieses Jahr an die Wissenschaftler John Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino. Ihre Arbeiten legten die Grundlagen für die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien.

Der 1922 in Jena geborene US-Amerikaner Goodenough arbeitet an der University of Texas in Austin und ist der älteste Nobelpreisträger überhaupt. Whittingham ist Brite und forscht in den USA an der Binghamton University. Yoshino stammt aus Japan und arbeitet an der Meijo University in Nagoya.

Der Ingenieur Akira Yoshino entwickelte Anfang der 80er Jahre wiederaufladbare Batterien auf Basis von Lithium-Cobalt(III)-Oxid, einer Entdeckung von John B. Goodenough. 1983 folgte dann der erste Prototyp mit einer Anode aus Polyacetylen, das später durch Kohlenstoff-Verbindungen ersetzt wurde. Die ersten kommerziell erhältlichen Akkumulatoren dieser Bauart kamen ab 1991 von Sony und A&T Battery auf den Markt.

Der Physiker John B. Goodenough entdeckte Lithium-Cobalt-Oxid als Anodenmaterial und Lithium-Eisenphosphat als Kathodenmaterial für wiederaufladbare Batterien. 2017 stellte er im Alter von 94 Jahren einen Akku vor, der auf Glas als Elektrolyt basiert (wir berichteten) und statt Lithium das wesentlich günstigere und umweltfreundlichere Natrium verwendet.

Der Chemiker Whittingham leistete durch seine Arbeiten zu Batteriematerialien mit hoher Energie-Speicherfähigkeit entscheidende Beiträge zur Erforschung von Lithiumbatterien.

Der Nobelpreis Chemie wird seit 1901 verliehen und mit neun Millionen schwedischen Kronen (830.000 Euro) dotiert.

 

 

 

nobelpreis chemie (Bild: Nobel Media)

Die Forscher Goodenough, Whittingham und Yoshino (v.l.) gewinnen den Chemie-Nobelpreis 2019. (Bild: Nobel Media).