Ein Sensor kommt selten allein

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Das Wort „smart“ zaubert ein Lächeln auf die Gesichter von Sensorherstellern. Denn „smart“ bedeutet in der Regel „da steckt mindestens ein Sensor darin“.

Die gestiegene durchschnittliche Lebenserwartung und das wachsende Bewusstsein für die eigene Gesundheit hat auch das Interesse an tragbaren Elektronikgeräten zur eigenen Gesundheits- und Fitnesskontrolle angeregt.

Gerade rechtzeitig für Sensorhersteller, denn die Umsätze mit Sensoren in Smartphones und Tablets gehen zurück. In die Lücke stoßen nun smarte Armbanduhren, smarte Stoffe, Armbänder und auch Brillen zur klinischen, medizinischen oder Wellness-Kontrolle. Je mehr der Bedarf am Sammeln verschiedener physiologischer Daten steigt, umso komplexere Elektronik und Sensorik benötigen die tragbaren Geräte.

Große Player – großer Markt

Dazu gewinnt der Markt aufgrund der Markteintritte von Big Playern wie Google, Apple, Samsung und Intel völlig neue Dimensionen.

IDTechEx: Sensoren nach CAGR
Chemische Sensoren sollen bis 2025 jährlich im Durchschnitt (CAGR) um 32% wachsen, Dehnungs- und Drucksensoren sogar um 40 %. Dagegen fallen Inertialsensorsysteme mit 9.8% CAGR deutlich ab, was ob ihrer bereits großen Verbreitung Sinn macht. (Grafik: IDTechEx).

IDTechEx geht in einer neuen Studie davon aus, dass etwa 3 Milliarden Sensoren den Wearable-Sensormarkt bis 2025 auf 4,5 Milliarden Dollar heben werden. Fast ein Drittel der zukünftigen Sensoren wären dann auch vollkommen neue Typen. Der gesamte Markt mit Wearable-Technik soll von 20 Milliarden dieses Jahr bis 2025 auf 70 Milliarden Dollar steigen.

Sensorplattformen statt Sensoren

In einer aktuellen Studie verweist Frost Sullivan darauf, dass Sensorplattformen mehr noch als einzelne Sensorelemente eine wesentliche Rolle für Innovationen im tragbaren Elektronikbereich spielen und zudem für eine schnellere Markteinführung sorgen werden.

Wer hier allerdings Fuß fassen will, benötigt eine Kombination aus Hardware- und Software-Know-how. Denn die Integration einer großen Anzahl von Sensoren in ein tragbares Gerät stellt nicht gerade geringe Probleme bezüglich der Akkulauf- und Produkteinführungszeit dar.

Chemischer Sensor

Ein Tropfen der Flüssigkeit genügt, um die chemische Zusammensetzung zu bestimmen. (Bild: TU Wien).