electronica 2016: Geglückter Weltrekord in Halle A5!

| |
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

Die Maschine „Sub1 Reloaded“ knackte gerade den Zauberwürfel „Rubik’s Cube“ in 637 Millisekunden. Weltrekord! Mit von der Partie der Mikrocontroller AURIX™, der auch in immer „selbständigeren“ Autos für die Selbständigkeit sorgt.

Vor 30 Jahren hatte der Ungar Ernő Rubik den gleichnamigen Würfel erfunden. Seine sechs Flächen bestehen aus jeweils neun Quadraten einer Farbe, die sich gegeneinander verdrehen lassen. Ziel ist es, die Plättchen in die Ausgangsstellung zurückzudrehen – ohne an Suicid zu denken. Nicht einfach, sind doch rechnerisch mehr als 43 Trillionen Kombinationen möglich. Verteilt über die Erdoberfläche, würde eine entsprechende Anzahl an Würfeln unseren Planeten 275 Mal bedecken. Die Erde wäre dann mit einer rund 20 Meter hohen Schicht von „Rubik’s Cubes“ bedeckt.

Der derzeit beste Wert eines menschlichen „Speedcubers“ von 4,9 Sekunden wurde nun unter Zuhilfenahme „unfairer“ hochtechnologischer Mittel in nur 637 tausendstel Sekunden zerbröselt.

Um ein derart komplexes Rätsel maschinell zu lösen, ist enorme Rechenleistung für die Motorsteuerung nötig. Diese liefert bei „Sub1 Reloaded“ ein Mikrocontroller der Familie AURIX™ von Infineon, wie er auch in Assistenzsystemen für Autos zum Einsatz kommt. Beim autonomen Fahren spielen minimale Reaktionszeiten natürlich eine noch größere Rolle. Schließlich soll der Wagen möglichst noch vor dem Baum zum Stehen kommen.

 Weltrekord auf Knopfdruck

„Sub1 Reloaded“ enthält eine Reihe weiterer Mikrochips. Wie in den meisten Geräten des Alltags, verbinden sie die reale mit der digitalen Welt. Auf Knopfdruck beginnt der Weltrekord; die Verschlüsse der Sensorkameras werden entfernt. Dann erst erfasst die Maschine, in welcher Position sich die Flächen des Würfels befinden. Zuvor wurden diese nach den speziellen Anforderungen der World Cube Association verdreht. Der Rechenchip ermittelt dann die schnellste Lösung und erteilt den Leistungshalbleitern die nötigen Befehle. Diese setzen schließlich sechs Motoren, für jede Fläche des Würfels, in Bewegung und bremsen sie wieder ab – im Bruchteil einer Sekunde.

Jeder Zauberwürfel lässt sich übrigens mit nur 20 Bewegungen entwirren. Zum Lösen gibt es eine Reihe von Algorithmen, zu den bekanntesten gehört die Fridrich-Methode. Der Infineon-Konstrukteur Albert Beer hat seine Konstruktion jedoch nicht auf möglichst wenig Züge getrimmt, sondern auf die beste Zeit – dafür gönnt er „Sub1 Reloaded“ sogar ein paar Extra-Züge.

Schauen Sie mal bei Infineon (Halle A5/Stand 506) vorbei, vielleicht werden Sie Zeuge eines neuerlichen Weltrekords.

Weltrekord electronica 2016

Was hat der Zauberwürfel mit autonomen Fahren zu tun? (Bild: Infineon).