Gehaltsreport Elektronikindustrie 2017

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Verdiene ich genug? Wie viel verdienen die Anderen? Fragen, die sich wohl jeder Arbeitnehmer stellt. Der diesjährige Gehaltsvergleich für die Elektronikindustrie zeigt nun, für wen sich der nächste Gehaltspoker lohnen kann.

Auch dieses Jahr gehen die Gehälter im Schnitt um über 3,5 Prozent nach oben – so der Gehaltsreport Elektronikindustrie 2017 von Interconsult. Damit wird das gute Vorjahresergebnis eingestellt. Doch während 2016 die Automatisierungstechniker die Nase vorne hatten, sollte man dieses Jahr besser Medizinelektroniker sein. Bei ihnen legen die Arbeitgeber durchschnittlich 4,4 Prozent drauf. So kann ein Absolvent als „medizinelektronischer“ Entwicklungsingenieur bis zu 63.000 Euro verdienen, nach mehr als drei Jahren Erfahrung winken bis zu 113.000 Euro. Die Beträge beziehen sich dabei auf das tatsächlich bezahlte Jahreseinkommen plus Bonus.

Aber auch der letztjährige Spitzenreiter Automatisierungstechnik wächst überdurchschnittlich mit 3,9 Prozent. Ein Entwicklungsingenieur Software liegt beim Einkommen etwa im Bereich des Medizinelektronikers, die „Hardware“ etwas darunter.

Fixgehälter im Aufwind

Laut Interconsult gibt es in allen Bereichen mehr Geld. Die weiterhin positive konjunkturelle Entwicklung macht es möglich. Nicht immer allerdings halten die Gehälter ganz damit Schritt. Und oftmals sind die Boni gedeckelt.

Weltweite Unsicherheiten wie etwa zukünftige Einfuhrzölle seitens der US-Regierung oder ein weiterer „Exit’ nach dem ‘Brexit’ könnten Konjunktur und damit Boni jederzeit belasten.

Für Fixgehälter sieht der diesjährige Gehaltsreport Elektronikindustrie jedoch ein Plus von 2,5 bis 4 Prozent. Der Hauptgrund dafür ist der Fachkräftemangel. Deshalb sind auch manche Positionen – etwa im Analog-Bereich oder in der Embedded Software – kaum mehr zu besetzen. Die Folge: der Verdienstrahmen ist nach oben hin offen. Gleiches gilt für technisch versierte Vertriebler.

Auch der Personaldienstleister Robert Half sieht in manchen Bereichen überdurchschnittliche Gehaltssteigerungen. So etwa 10,7 Prozent für Software-Entwickler PHP mit 6 bis 9 Jahren Berufserfahrung oder für Software-Architekten (8,4 Prozent) und Software-Entwickler Java (7,2 Prozent).

Goldgrube Hessen

Natürlich gibt es nicht in allen Bundesländern gleich viel. So belegt im Gehaltsreport 2017 von Stepstone das Bundesland Hessen mit 62.000 Euro Durchschnittsgehalt für Fach- und Führungskräfte Rang 1, auf Platz 2 und 3 folgen dicht auf Bayern (61.200 Euro) und Baden-Württemberg (61.100 Euro). Thüringen, Sachsen (beide 42.300 Euro) und Sachsen-Anhalt (41.800 Euro) bilden das Schlusslicht.

 

Den vollständigen Gehaltsreport mit genauen Gehaltsangaben zu den einzelnen Fachbereichen können Sie bei Interconsult anfordern.

 

 

 

 

Gehaltsreport Elektronikindustrie (Bild: pixabay/Gerald Altmann)

Auch 2017 gibt es wieder mehr Geld für Beschäftigte in der Elektronikindustrie.(Bild: pixabay/Gerald Altmann).